„Pink Ribbon“ am Rathaus Ahlen macht auf Brustkrebs-Früherkennung aufmerksam

Sie präsentierten vor dem Rathaus in Ahlen die Rosa Schleife für die Brustkrebs-Früherkennung (v. l.):Prof. Dr. Walter Heindel, Dr. Ingeborg Henseleit und Bürgermeister Dr. Alexander Berger. Foto: Frank Merschhaus/Stadt Ahlen

Bürgermeister Berger präsentiert „Rosa Schleife“ – Kinospot in Ahlen

Ahlen/Kreis Warendorf – An Rathäusern und im Straßenbild nordrhein-westfälischer Städte ist imOktober eine rosafarbene Schleife zu sehen. „Pink Ribbon“ ist weltweit das Symbol im Kampf gegen Brustkrebs. Die „Rosa Schleife“ hat schon am Weißen Haus in Washington oder am Eiffelturm in Paris gehangen, um auf den Einsatz gegen Brustkrebs aufmerksam zu machen. Am Donnerstag (30. September) hat Bürgermeister Dr. Alexander Berger sie im „Brustkrebsmonat Oktober“ erstmals am Rathaus von Ahlen präsentiert.

Frauen zwischen 50 und 69 Lebensjahren werden alle zwei Jahre zur Röntgenuntersuchung der Brusteingeladen – dem bekannten Mammographie-Screening. Denn jährlich Jahr erkranken immer noch mehr als 75.000 Frauen in Deutschland neu an Brustkrebs. Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko. 18.500 Frauen sterben jedes Jahr daran. In Deutschland wurde deshalb im Jahr 2005 überall das qualitätsgesicherte Mammographie-Screening-Programm eingeführt, um die Sterblichkeit an Brustkrebs zu verringern. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten des Früherkennungsprogramms als Regelleistung.

„Aktuelle Daten belegen, dass das Risiko, an Brustkrebs zu sterben, von Frauen, die zuvor mindestenszwei Mal regelmäßig am Screening teilgenommen haben, um 49 Prozent sinkt“, sagt Prof. Dr. Walter Heindel, Leiter des Referenzzentrums Mammographie am Universitätsklinikum Münster und Direktor der Klinik für Radiologie. Münster ist eins der fünf Referenzzentren in Deutschland und seit 2005 für das Mammographie-Screening in Nordrhein-Westfalen zuständig.

Das Mammobil am Gebrüder-Kerkmann-Platz in Ahlen dient der Früherkennung von Brustkrebs undwird seit Januar 2021 für das Mammographie-Screening in der größten Kreisstadt und im Kreis Warendorf genutzt. Zum Mammobil gehören insgesamt sechs Personen zum Fachpersonal unter der Ärztin Dr. Ingeborg Henseleit, die das Mammographie-Screening in Ahlen seit vielen Jahren betreut.

Das Mammobil ist Teil der von den Programmverantwortlichen Ärzten Prof. Dr. Walter Heindel undProf. Dr. Stefanie Weigel geleiteten Referenz-Screening-Einheit Münster-Nord/Warendorf und ergänzt den Standort im Zentrum Münsters. Auf Dauer wird es wieder eine feste Unterkunft für das Mammographie-Screening in Ahlen geben.

Deutschlandweit sind es 95 Screening-Einheiten an rund 400 Standorten, in Nordrhein-Westfalen 22Einheiten an 85 Standorten. Pro Screeningrunde nehmen in dem Bundesland mehr als 1,3 Mio. Frauen teil, was einer Rate von 55 Prozent entspricht.

Das Thema Brustkrebs-Früherkennung kommt im Oktober auch ins Ahlener Kino. Zum Start desneuen James-Bond-Films („Keine Zeit zu sterben“) läuft vor jeder Vorstellung der Spot „Gib acht auf Dich“.