Zum Weltfrauentag am 8. März: Mammographie-Screening Säule im Kampf gegen Brustkrebs
Der Weltfrauentag am kommenden Sonntag (8. März) ist eine gute Gelegenheit, auf die Bedeutung gesundheitlicher Prävention für Frauen hinzuweisen. „Das deutsche Mammographie-Screening- Programm ist eine wichtige Säule im Kampf gegen Brustkrebs“, sagt Prof. Dr. Walter Heindel. Der Leiter des Referenzzentrums Mammographie Münster verweist auf die medizinische Erfolgsgeschichte des systematischen Früherkennungsprogramms. Bei mehr als 80 Prozent der Teilnehmerinnen mit einem Tumorbefund wird dank der Früherkennung die Erkrankung diagnostiziert, bevor sich Tumorabsiedlungen in den Lymphknoten der Achselhöhle ausgebreitet haben. Jeder vierte Todesfall durch Brustkrebs kann durch regelmäßige Teilnahme am Screening verhindert werden.
In der Referenz-Mammographie-Einheit an der Königsstraße in Münster erhalten am Freitag anlässlich des Weltfrauentages am 8. März teilnehmende Frauen bei ihrem Besuch als Zeichen der Wertschätzung eine Rose.
Seit der Einführung des Programms vor zwei Jahrzehnten steht es heute Frauen ab 50 bis 75 Lebensjahren zur Verfügung. Sie werden alle zwei Jahre zu der Krebsfrüherkennungsuntersuchung eingeladen; die Kosten werden von den Krankenkassen übernommen. Die Altersgruppe wird voraussichtlich 2027 ausgedehnt auf Frauen bereits ab 45 Jahren. Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Die Teilnahmequote am Screening von rund 55 Prozent in Nordrhein- Westfalen liegt zwar über dem Bundesdurchschnitt, allerdings könnte bei einer höheren Teilnahmerate der Screening-Effekt – die Senkung der Brustkrebssterblichkeit – verstärkt werden.
Deutschlandweit gibt es unter Führung der fünf Referenzzentren in Münster, Oldenburg, Berlin, Gießen und München 95 Screening-Einheiten an rund 400 Standorten, in Nordrhein-Westfalen sind es 22 Einheiten an 85 Standorten.

